Beiträge aus der Hunde Welt

von

Romana Stieglecker

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Ich bin tierschutzqualifizierte, staatlich geprüfte Hundetrainerin und Perfect Heelwork Trainerin.

2009 habe ich das Hundezentrum Wien im 3. Bezirk gegründet, wo ich seitdem unzählige Hunde und ihre Menschen für die gemeinsamen Herausforderungen im Alltag einer Großstadt erfolgreich trainiert habe. In den letzten 11 Jahren konnte ich vielen Menschen mit ihren Welpen und jungen Hunden helfen und sie im Umgang mit ihren Hunden schulen, so dass sie ihre vierbeinigen Begleiter besser verstehen konnten! Nun freue ich mich als Welpencoach in Zukunft Neuhundebesitzer:innen mit meinem fachlichen Wissen als auch meinem breitgefächerten Angebot von Anfang an.

unterstützen zu können! Ich bin leidenschaftliche Hundetrainerin seit über 10 Jahren. Meine weitreichende Erfahrung als Welpentrainerin teile ich mit Menschen, die ihren Hund mit viel Liebe und Geduld konsequent erziehen und in seiner Entwicklung fördern möchten. Als tierschutzqualifizierte Hundetrainerin und Perfect Heelwork Trainerin arbeite ich nach der Jose´ Arce Methode. Ich wende ausschließlich moderne Erziehungsmethoden an – ohne jeglichen Druck oder Gewalt.

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.) Mein Trainingsprogramm „SICHERER HAFEN“.

Mein Welpenprogramm „Sicherer Hafen“ habe ich in den letzten Jahren entwickelt und hoffe meinen Kunden:innen den Weg zu einer harmonischen Hund-Mensch-Beziehung so ebnen zu können! Um mein Wissen rund um die Ausbildung und Hundeerziehung immer am neuesten wissenschaftlichen Stand zu halten, besuchte und besuche ich zahlreiche Fort- und Weiterbildungen.

Ich möchte euch mein Trainingsprinzip „sicherer Hafen“ vorstellen!

Ich habe in den letzten 10 Jahren mein Trainingsprinzip „sicherer Hafen“ für alle Welpenbesitzer entwickelt!

Dieses setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:

.) Beziehung durch Vertrauen!

Sie lernen bei mir ihren Welpen in allen Lebenslagen Vertrauen und Führung zu geben, in dem sie ihn anleiten und durch gezielte kurze Trainingseinheiten sein Selbstbewusstsein stärken!

.) Grenzen richtig und gewaltfrei setzten lernen!

Auch junge Hunde müssen lernen was sie dürfen und was ein absolutes Tabu für sie ist. Durch ruhiges und konsequentes Verhalten von ihnen, wird ihr Welpe diese im Alltag respektieren lernen.

Mein Trainingsprogramm umfasst folgende Punkte:

. ) Aufbau Aufmerksamkeitssignal
.) Leinenführigkeit – spielerisch einfach erlernen
.) Positionstraining
.) Sozialisation
.) Desensibilisierung von unterschiedlichen Dingen
.) Habituation an das Lebensumfeld
.) Ruhesignal aufbauen
.) Positive Hundebegegnungen
.) Anleitung für soziale Spieleinheiten
.) Körpersprache erkennen und verstehen
.) Gewöhnung an Maulkorb/Brustgeschirr/Leine
.) Tierarzt Check up
.) Richtiges Handling bei Klein- und Kleinsthunderassen

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.) Passende Welpenkurse für große und kleine Hunde

Bestimmt kennst du die Redensart „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“. Das gilt natürlich auch für deinen Hundewelpen! Denn Sozialisierung und Erziehung sind keine Frage des Alters, sondern sollten von Beginn an spielerisch erfolgen. Nur so kann sich dein Welpe zu einem entspannten und sicheren Hund entwickeln, der sich rundum wohl fühlt. Dein Welpe ist im Alltag unzähligen Reizen ausgesetzt, an die er sich erst langsam gewöhnen muss und die ihn anfangs auch völlig überfordern. Egal, ob laute Geräusche im Haushalt von Staubsauger oder Mixer, das Klingeln an der Tür, unbekannte Gerüche oder der Lärm auf der Straße – all das kann deinen Welpen anfangs ängstigen. Gleiches gilt für

fremde Menschen oder andere Hunde. Umso wichtiger ist es, dass dein kleiner Vierbeiner in aller Ruhe und Schritt für Schritt seine neue Umgebung erkunden kann und Zeit hat, das Erlebte zu verarbeiten. Kann sich dein Hundewelpe nicht mehr beruhigen, überkompensiert er dies meist mit stereotypen Verhaltensweisen wie das Jagen des eigenen Schweifs oder verletzt sich im schlimmsten Fall sogar selbst. Durch spezielles Desensibilisierungstrainings hilfst du deinem Welpen, sich zu einem sicheren Hund zu entwickeln.

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.) Target Training !

Beschäftigen wir uns mit dem Thema „Target Training“.

Beim Target Training wird dem Vierbeiner beigebracht mit einem Körperteil, z.B. Pfoten, Kinn oder Nase ein Ziel zu berühren. Dieses Training kann vom Welpen bis zum Senior mit jedem Hund erarbeitet werden. Das Target Training wird z.B beim Medical Training verwendet, es können allerdings auch ganz normale Grunderziehungsübungen mit Targets aufgebaut werden.

Wofür ich bei meinen vierbeinigen Kunden Targets verwende.

Bei meinen Kunden verwende ich Targets gerne um den Hunden ruhiges Verweilen beizubringen, um dadurch das An- und Ausziehen von Brustgeschirr/Mantel und Leine einfacher zu ermöglichen. Außerdem geben wir dem Hund mit diesen Targets mehr Sicherheit bei dem was wir gerade mit ihm vorhaben. Er weiß, dass auf diesem bestimmten Untergrund eine spezielle Handlung durchgeführt wird. Bei kleinen Hunderassen bietet sich eine erhöhte Position, z.B ein Sessel, als Target aufzubauen an. Das über den Hund Beugen wird somit nicht notwendig und unser Vierbeiner fühlt sich nicht bedroht. Durch dieses Training geben wir unseren Hunden mehr Sicherheit und Vertrauen, damit sie mit Begeisterung und Freude Ihre nächste Aufgabe erlernen und meistern können .

Warum Noomi Targets toll findet!

Meine Terrierhündin Noomi war ca. 1 Jahr alt als sie als kleines Energiebündel zu mir kam. Beim Grunderziehungstraining mit Noomi wurde mir sehr schnell klar, dass die kleine Maus eine große Herausforderung werden würde. Sie konnte sich sehr schwer konzentrieren, weil sie sich selbst mit ihrer überschäumenden Begeisterung etwas machen zu dürfen im Weg stand. Um ihr die Positionen beibringen zu können begann ich kleine Antirutschmatten zu verwenden. Diese Antirutschmatten brachten den erwünschten Durchbruch für unser Training. Noomi lernte in kurzer Zeit auf den Matten Sitz, Platz und Steh sowie ruhiges Verweilen in den genannten Positionen. Nun konnte ich auch komplexere Aufgaben mit ihr gemeinsam erarbeiten. Auf den Matten hatte Noomi gelernt ruhig und konzentriert zu warten, und konnte sich so bei schwierigeren Übungen besser konzentrieren.

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.) Hundemantel – ja oder nein ?!

Es wird wieder kälter und viele Hundebesitzer fragen sich ob ihr Vierbeiner einen Mantel braucht! Generell ist zu sagen, sobald ihr das Gefühl habt euer Hund friert ist ein Mantel angebracht. Dabei ist darauf zu achten, dass der Mantel einen angenehmen Tragekomfort bietet, wasserabweisend und warm gefüttert ist. Er soll die Bewegung eures Wuffis nicht einschränken sowie schnell und einfach an – und auszuziehen sein. Der Mantel sollte eine Öffnung am Rücken haben damit man die Leine am Brustgeschirr anbringen kann. Wenn euer Vierbeiner noch nie einen Mantel getragen hat, dann müsst ihr natürlich auch das An – und Ausziehen trainieren, am besten ihr geht wie beim Brustgeschirr Training vor. Einige Firmen bieten bereits Mäntel mit integrierten Brustgeschirren an, auch das ist eine Möglichkeit!

Zum Schluss möchte ich euch noch den Standpunkt von Pia Botek, Hundemasseurin und Bewegungstrainerin, zu diesem Thema lesen lassen:

Ein Mantel ist nicht nur als Schutz vor Kälte sehr wichtig sondern auch für den Bewegungsapparat des Hundes. Gerade alte oder kranke Hunde haben Schwierigkeiten bei ihrem Kälte – Wärme Ausgleich und profitieren von einem Mäntelchen bei Kälte. Ist eine Einschränkung im Rückenbereich vorhanden z.B. durch Spondylosen, Arthrosen etc, ist es wirklich wichtig den Rücken vor Kälte, Wind und Nässe zu schützen, egal wie groß oder jung der Hund ist. Die Kälte kann zusätzliche Verspannungen in der Muskulatur verursachen oder einzelne Bereiche können sich „verkühlen“. Jeder weiß wie unangenehm es ist sich im unteren Rückenteil den Bereich zu „verkühlen“ und das kann auch dem Hund passieren. Die Verspannungen verursachen zusätzliche Schmerzen und können die zugrunde liegende Erkrankung noch verschlimmern.

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.) Maulkorbtraining

Der gutsitzende Maulkorb, was gibt es zu beachten?!

Dein Hund muss das Maul so weit öffnen können, dass Hecheln und Wasser trinken möglich sind. Wenn dein Vierbeiner unter hoher Belastung steht, oder es sehr heiß ist dient die Zunge als Thermoregulator und es muss ihm möglich sein zu hecheln! Der Maulkorb sollte nicht zu nahe bei den Augen aufliegen, dies ist sehr unangenehm für deinen Hund und bedeutet auch das der Maulkorb zu kurz ist. Bitte verwende den Maulkorb nicht nur wenn du ihn unbedingt brauchst, also z.b. beim Tierarzt, denn dein Hund wird ihn sonst mit Stress und negativen Gefühlen verknüpfen. Benützen den Maulkorb auch im Alltag in vielen verschiedenen Situationen um diese negative Verknüpfung zu vermeiden.

Maulschlaufen gelten nicht als Maulkorb!

Maulkorbtraining – Vorbereitungstraining

Wir lassen unseren jungen Vierbeiner mehrere Tage hintereinander einen fast leeren Joghurtbecher auslecken, dabei wird von Tag zu Tag versucht den Welpen den Becher immer weiter über die Schnauze zu ziehen. Wenn ihr das Gefühl habt das diese Übung schon gut klappt schneidet ihr den Boden vom Joghurtbecher weg, und steckt eine Tube mit Schleckpaste durch. Bitte die Kanten ein wenig abschleifen damit sich euer Vierbeiner nicht verletzt, wenn er die Schnauze hineinsteckt! Nun könnt ihr euer Hundekind animieren mitzulaufen während es die Paste aus dem Becher leckt. Diese Übung vereinfacht euch den nächsten Trainingsschritt enorm, denn der Hund ist bereits gewohnt etwas über seine Schnauze gesteckt zu bekommen, und dabei gibt es auch noch lauter leckere Sachen!!!

Maulkorbtraining – jetzt geht es los!

Wenn wir die letzten Tage die Vorbereitungsübung gefestigt haben, starten wir nun mit dem eigentlichen Maulkorbtraining. Wir beginnen wieder wie beim Joghurtbecher und lassen den Hund die Schleckpaste aus dem Maulkorb lecken. Von Wiederholung zu Wiederholung wird dabei der Korb immer weiter über das Maul gezogen und der Welpe wird auch wieder animiert uns zu folgen! Wenn diese Übungen gut klappen werden die Schlaufen hinter den Ohren zu gehalten und nach einigen Wiederholungen schließlich auch geschlossen. Bei Hunden die sehr Geräusche empfindlich reagieren können wir

auch das zu klicken des Verschlusses unabhängig von dem restlichen Training üben. Lasst zuerst euren Vierbeiner den Klickverschluss anschnuppern und er bekommt dafür bereits eine Belohnung. Im nächsten Schritt wird der Verschluss in einiger Entfernung vom Hund auf und zu gemacht, bitte achtet auf Stresszeichen eures Hundes dabei – und es werden wieder Leckerlis gefüttert. Wenn das gut geübt wurde wird der Verschluss immer dichter am Hundekopf und am Ohr des Hundes geschlossen. Wichtig dabei ist, kleine Trainingsschritte zu machen und den Hund nicht zuüberfordern, wie im

gesamten Maulkorbtraining!!!! Der Maulkorb sollte in den Wohnräumlichkeiten bereits einige Minuten getragen werden können und dann erst wird mit dem Hund ins Freie gegangen. Alle Vierbeiner versuchen natürlich anfangs den Maulkorb abzustreifen, lasst ihn deswegen nur so lange oben wie euer Hund dabei ruhig bleibt. Ihr könnt auch kleine Übungen, die euer Hund bereits sehr gut kann abfragen, um die Dauer des Tragens zu verlängern.

Habt ihr die Übung mit eurem Vierbeiner versucht, und trägt er den Maulkorb schon?

Wenn ihr schon beim letzten Schritt seid und der Maulkorb wird bereits auf der Straße getragen, dann startet bitte in einer ruhigen Seitengasse um die Ablenkungen so gering wie möglich für euren jungen Hund zu halten. Von Tag zu Tag könnt ihr dann immer mehr Ablenkungen einbauen, wenn der Maulkorb getragen wird.

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.) Spielverhalten

Das Spiel junger Säugetiere spiegelt die Entwicklung des Verhaltensrepertiores der jeweiligen Tierart, in unserem Fall dem Hund, wieder. Spielen ist wichtig, denn hat der Hund keinen Zugang zu Artgenossen anderen Tieren und Objekten, entwickeln sich Verhaltensstörungen (stereotype Verhaltensweisen!)

Das Spiel hat allgemein mehrere Funktionen:

Üben von Bewegungen
Verfeinerung der Kommunikation
Grenzen einschätzen (eigene und die des Spielpartners)
Beisshemmung wird erlernt und verfeinert
Kennenlernen und Einschätzen vertrauter und fremder Artgenossen
Stressende Situationen auflösen lernen
Strategien zur Konfliktlösung

Spielen ist anspruchsvoll: Tempo, Unterschreitung der Individualdistanz, Verhaltensreaktionen aus den Funktionskreisen Beutefangverhalten und Aggressionsverhalten erfordern eine deutliche Kommunikation zwischen den Spielpartnern. Deswegen spielen Hunde auch nicht besonders lang. Ausgenommen sie kennen sich gut und können daher die Spielpartner besser einschätzen!

In der Entwicklung unseres Welpen werden wir 3 Spielverhalten sehr häufig sehen:

Das Solitärspiel

Der Welpe entdeckt seine Umwelt und beschäftigt sich alleine mit einem Objekt (Stock, Blatt uvm.)

Das Sozialspiel

Der Umgang mit den Artgenossen wird erlernt

Das Jagdspiel

Beutespiele mit Artgenossen werden erlernt

Diese sollte man besonders beobachten, da es durch züchterische Selektion starke Unterschiede in der Beutefangsequenz gibt. Dies führt zu verschiedenen Spieltypen, die nicht immer miteinander harmonieren.

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.) Schlecht Wetter Programm für unsere Vierbeiner – Leckerli suchen!

Das schöne an Schnüffelspielen ist, daß diese Art von Beschäftigung sich bereits für Welpen eignet. Um den Schnüffelspass für unsere jungen Vierbeiner altersgerecht zu gestalten, gibt es einige Dinge zu beachten!

Viel Spaß beim Schnüffeln!

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.) Anspruchsdenken

.) Erwartungshaltung Teil 1

Die geeignete Hunderasse:

Jeder Mensch, der sich einen Hund ins Leben holt, hat an diesen natürlich bestimmte Erwartungen: Der Hund soll ein treuer Alltagsbegleiter sein, er soll ein Partner beim Sport sein, der Hund soll mit einem auf der Couch kuscheln, der Hund soll kinderlieb sein, er soll sich außerdem mit Artgenossen und andern Tieren verstehen und so weiter. Diese Liste lässt sich quasi unendlich fortsetzen… Natürlich ist es ganz normal bestimmte Wünsche an das neue Familienmitglied zu haben und meistens werden diese ja auch im Laufe der Zeit erfüllt. Hierbei ist es natürlich schon einmal wichtig sich den passenden Hund zu den jeweiligen Lebensumständen auszusuchen. Soll der Hund also beispielsweise ein entspannter Bürohund werden, ist man mit einem Herdenschutzhund, der Fremden gegenüber sehr misstrauisch ist und zudem auch noch eine starke territoriale Veranlagung mitbringt, eher nicht gut beraten. Ist nun also der passende Hund gefunden und der neue Vierbeiner zieht ein, geht es dann ans Eingemachte.

.) Erwartungshaltung Teil 2

Rücksichtsvoller, artentsprechender Ehrgeiz:

Der neue Vierbeiner ist eingezogen und man ist voller Tatendrang aus dem kleinen Knäuel den perfekten Familienhund zu machen. Die Welpenstunden in der Hundeschule sind gebucht und Leckerli, Leine Clicker und Schleppleine liegen schon bereit. Der junge Hund soll am besten schnellstmöglich lernen an lockerer Leine zu gehen, ruhig In der Straßenbahn mitzufahren, zu 100% auf den Rückruf zu hören und brav alleine zu Hause zu bleiben während man abends im Kino ist. Natürlich sind dies alles Dinge, die ein Hund lernen kann und sollte, allerdings dauert das Training dafür oft etwas länger als es den meisten Hundebesitzern recht ist. Ein zu ausgeprägter Ehrgeiz ist bei einem neu eingezogenen Welpen leider fehl am Platz. Auch ist es nicht sehr hilfreich, sich mit anderen Hunde-Besitzer Teams zu vergleichen. Nur weil der 5-jährige Nachbarshund immer so brav an der Leine läut, heißt das nicht, dass ein 12 Wochen alter Welpe dies auch schon leisten kann.

.) Erwartungshaltung Teil 3/1

Tages Strukturen:

Als Sozialpartner für deinen Hund ist es von Vorteil wenn es dir gelingt, dass dein neuer Wegbegleiter dich als seinen vertrauensvollen Partner ansieht. Am besten gelingt es dir, indem du deinem Vierbeiner einen gut strukturierten Tag vorgibst in dem viele Routinen eingebaut sind. Das gibt ihm Sicherheit! In den ersten Wochen wird dein Welpe nur sehr zögerlich seine gewohnte Umgebung verlassen wollen. Das bedeutet für dich, dass du mehrmals täglich immer die gleiche Route für kurze
Gassigänge wählen solltest! Bedenke bitte, dass dein Vierbeiner bei jedem dieser kurzen Spaziergänge Neues sieht, hört, riecht und lernt, und danach wieder viel Ruhe zur Verarbeitung dieser neuen Eindrücke braucht!

.) Erwartungshaltung Teil 3/2

Überforderung:

Das neue Familienmitglied ist mental und körperlich noch nicht in der Lage, eine perfekte Leinenführigkeit, lange Trainingseinheiten und lange Spaziergänge umzusetzen! Gib ihm also genug Zeit seine neue Lebensumgebung und vor allem seine neuen Menschen kennenzulernen und überfordere ihn nicht! Setze deine Erwartungen an den kleinen Hund nicht zu hoch an, denn wenn das Ziel nicht erreicht wird entsteht Frust auf beiden Seiten. Es ist in den ersten Wochen noch nicht wichtig, dass dein Vierbeiner perfekt Sitz oder Platz macht und bereits auf dich warten kann, oder völlig impulskontrollierte Begegnungen mit Menschen und Tier meistert. Was du aber auf jeden Fall machen solltest, ist viel mit deinem Hund kuscheln und ihm Liebe und Geborgenheit schenken. Dadurch lernt ihr euch besser kennen und verstehen, und verstärkt eure Bindung und das Vertrauen zueinander. Das ist der wichtigste Baustein zu einer glücklichen Mensch – Hund Beziehung.

.) Erwartungshaltung Teil 4/1

Trainingsbeginn:

Wenn dein Welpe nun mental seinen Umzug ins neue Heim gut gemeistert hat und du das Gefühl hast ihr seid ein gutes Team geworden, könnt ihr euer Training beginnen. Formuliere konkrete Trainingsschritte und überlege dir wie das Verhalten das du trainierst am Ende aussehen soll. Um mit Motivation und Erfolg ans Ziel zu kommen ist es wichtig, kleine Zwischenschritte im Training zu einzubauen. Versuche die Trainingseinheiten kurz zu gestalten und füge erst nach und nach Ablenkungen hinzu. Erst wenn dein Hund das Verhalten problemlos von 10 Versuchen 8 mal ausführen kann, wird die Übung an einem neuen Ort abgefragt! Ein neuer Ort bedeutet, wieder die Ablenkungen geringer zu halten und ggf. hochwertigere und mehr Belohnungen für deinen Hund.

.) Erwartungshaltung Teil 4/2

Hier ein Übungsbeispiel:

Dein Hund soll Sitz lernen.

Wo: zuerst in deinen eigene vier Wänden – ohne Ablenkung! Nach und nach werden diese dann dazu genommen Radio/Fernseher einschalten, Familienmitglieder als Ablenkung dazu holen uvm. Danach wird die Übung am Balkon, im Innenhof oder Garten abgefragt, usw. Immer wenn die Übung an einem neuen Ort ausgeführt wird, sollten die restlichen Ablenkungen so gering wie möglich gehalten werden! Wie soll das Sitz aussehen: dein Hund sitz ruhig auf seinem Popo und beide Vorderpfoten sind am Boden. Er wartet bis das Leckerli zu ihm kommt, und bleibt dabei wieder ruhig sitzen.

Übungsaufbau:

Leckerli zwischen Daumen und Mittelfinger nehmen. Den Zeigefinger kannst du als Sichtzeichen weggestreckt lassen. Nun führst du das Leckerli nahe über den Kopf deines Hundes Richtung Popo. Dein Hund wird der Belohnung nachsehen und so mit dem Popo am Boden landen. Das Signalwort wird erst eingeführt, wenn die Übung einige Male gut umgesetzt worden ist!

.) Erwartungshaltung Teil 4/3

Hier ein Übungsbeispiel:

Signalwort einfügen:

In der Sekunde wo er fast mit dem Popo am Boden sitzt, sagst du das Signalwort dafür und gibst ihm die Belohnung. Im nächsten Schritt wird die Hand mit der Belohnung immer weiter weg vom Hund gehalten und du wirst dich immer mehr aufrichten, bis du ganz gerade stehen bleiben kannst. Bei dieser Übung gibt es ganz viele kleine Zwischenschritte bis zum kompletten Aufrichten, bis dann schlussendlich die Leckerlihand immer mehr vom Hund entfernt werden kann! Führe diese Übung unbedingt unter Beifügung des Signalwortes aus. Du merkst eine einfache Übung, und doch bedarf es einem gut überlegten Plan wie der Hund diese erlernen soll!

.) Erwartungshaltung Teil 4/4

Die Lernkurve des Hundes:

Was du auch immer bedenken solltest ist, dass die Lernkurve des Hundes nicht kontinuierlich nach oben verläuft. Es gibt immer wieder kleine Rückschritte oder Phasen wo nur ein Festigen der Übungen möglich ist. Wenn du oder dein Hund einmal nicht so gut konzentriert seit oder einfach einen schlechten Tag habt, dann lasst das Training einfach aus. Kuschle lieber mit deinem Vierbeiner oder macht einen entspannten Spaziergang. Am nächsten Tag könnt ihr dafür wieder motiviert ins Training starten, und euch über die vielen kleinen Erfolg freuen. Natürlich ist es auch hilfreich ein Trainingstagebuch zu führen. Dann kannst du eure Fortschritte und Erfolge immer wieder nachlesen! Zu guter Letzt, denke immer daran das dein Hund ein Lebewesen ist und kein Roboter! Überdenke und hinterfrage immer wieder wie du dich fühlen würdest wenn ein andere über dein komplettes Leben bestimmt!

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